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ANTRAG

zur Haushaltssatzung 2007

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen

Im Stellenplan wird in der Organisationseinheit 4510
-"Jugendarbeit"- eine weitere Stelle für einen Sozialpädagogen ausgewiesen.

Begründung:
Anlässlich des Weststadt-Bürger-Forums der SPD wurde die Thematik angesprochen, dass zum einen im Bereich der Schulen Gruppen von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen störend aufgefallen waren. Zum anderen hatten Anwohner darüber geklagt, dass sie sich durch das Auftreten von Gruppen und Grüppchen zumindest verunsichert fühlten. Feststellungen, die in den zurückliegenden Wochen und Monaten in ähnlicher Weise auch für den Bahnhofsbereich von anderen berichtet wurden und auch bereits Gegenstand von Beratungen der Stadtverordnetenversammlung waren.

Seitens der Pädagogen wird als häufige Ursache für dieses Auftreten unter anderem das Fehlen von Anlaufstellen gesehen, die den Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei der Bewältigung ihrer zahlreichen Probleme helfen können. Wir stimmen mit dieser Einschätzung über ein. Die SPD ist des weiteren der Auffassung, dass in diesem Zusammenhang einen frühzeitiges Tätigwerden unbedingt erforderlich ist, um eine Verschärfung der derzeit noch überschaubaren Situation zu verhindern.

Zwar wird seitens der Schulverwaltung über die Schaffung einer zusätzlichen Stelle im sozialpädagogischen Bereich an den Schulen nachgedacht. Mit dieser Stelle kann jedoch nur ein Teil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen erreicht werden, da sich die Tätigkeit ausschließlich auf den schulischen Bereich erstrecken kann. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die nicht mehr zur Schule gehen, können so nicht erreicht werden, des gleichen nicht die Tätigkeiten außerhalb des schulischen Bereichs.

Wir sehen es daher als unerlässlich an, dass ein weiterer Mitarbeiter im Bereich Jugendarbeit eingestellt wird. Dieser Mitarbeiter soll in besonderer Weise in der offenen Jugendarbeit qualifiziert sein. Er/Sie muss die Bereitschaft aufbringen, außerhalb der üblichen Dienstzeiten der Verwaltung tätig zu sein. Der Mitarbeiter soll insbesondere den Kontakt mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor Ort zu suchen. Es soll in der Lage sein, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei der Bewältigung von Problemen zu unterstützen und Kontakte zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die sich mit Vorbehalten gegenüberstehen, zu fördern.

Im Rahmen der o.a. Diskussion wurde es zu Recht auch als erhebliches Manko angesehen, dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen keinen Raum oder Bereich haben, in dem sie sich ohne höheren finanziellen Aufwand treffen und ihre Freizeit gestalten können. Ein Ergebnis der Arbeit des zusätzlichen Mitarbeiters in der Jugendarbeit könnte auch sein, gemeinsam mit den Jugendlichen einen derartigen Raum/Bereich mit Unterstützung der Stadt zu schaffen. Hierfür sehen wir dies jedoch als unerlässlich an, dass seitens der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein entsprechendes Bedürfnis artikuliert wird und die Bereitschaft besteht, selbst aktiv an der Gestaltung mitzuwirken.

G. Kurz-Ensinger

Fraktionsvorsitzende