Auf dem Europaparteitag der SPD wird rege diskutiertAuf dem Europaparteitag der SPD wird rege diskutiert

Einstimmigkeit zumindest auf der Bühne: Karin Hartmann, Marius Schmidt, Christine Lambrecht, Gerhard Herbert und Norbert Schmitt (von links) signalisieren ihre Zustimmung. Doch mit dem Kurs der Partei in Hessen sind längst nicht alle Genossen einverstanden. Foto: Karl-Heinz Köppner

Statt Einigkeit so kurz vor der Landtagswahl zu demonstrieren, machen einige Genossen ihrem Unmut über den Leitantrag der Partei Luft.

Es sollte eigentlich der Europaparteitag der SPD Bergstraße werden, bei dem es um die Wahl der Delegierten für die Bezirks-Europakonferenz geht und noch ein paar Anträge besprochen werden. Doch statt bei einer Routine-Abstimmung Harmonie und Einigkeit zu demonstrieren, brodelte es am Samstag in der Hambacher Schlossberghalle.

Schnell wurde klar, dass die Genossen um ein paar Themen der Landtagswahl nicht herum kommen – zu groß schienen die Schwierigkeiten zu sein, die der ein oder andere Sozialdemokrat mit dem Leitantrag „Fünfmal fünf Forderungen für eine bessere Politik in Hessen“ hat. Eine rege Diskussion kam so schnell in Gang.

„Wir haben den Hessenplan plus auf unsere örtliche Ebene runtergebrochen“, erklärte die Landtagsabgeordnete Karin Hartmann zufrieden. Doch statt Zustimmung und Harmonie ihrer Parteigenossen setzte es kurz darauf Widerworte. Fritz Götz vom SPD-Ortsverein Lampertheim wollte sich der allgemeinen Wahlkampf-Harmonie nämlich nicht anschließen und kritisierte den Leitantrag heftig.

Aus dem Starkenburger Echo vom 10.09.2018