Sportstätte soll auf Vordermann gebracht werdenSportstätte soll auf Vordermann gebracht werden

HEPPENHEIM. Die 400-Meter-Bahn im Starkenburg-Stadion hat ihre besten Tage bereits hinter sich. „Der Rundlauf ist nicht mehr nutzbar. Entweder ist er staubtrocken, oder wenn es regnet nur noch Schlamm“, erklärte Stadtrat und Sportgemeinschafts-Vorsitzender Ludwig Bergweiler (CDU) in der Sozial-, Kultur- und Sportausschusssitzung am Dienstag im Rathaus. Auch die Fraktionen haben erkannt, dass in Heppenheims Sportstätte Nummer eins Handlungsbedarf herrscht. Die SPD stellte deshalb den Antrag, im nächsten Haushalt Mittel für Renovierungsarbeiten, mit besonderem Augenmerk auf den Bau einer Tartanbahn (oder einem Alternativbelag) vorzusehen.
„Wir dürfen die Sportstätte auch im Hinblick auf den Hessentag nicht vergessen“, meinte Renate Netzer (SPD). Der Magistrat soll deshalb bis zur nächsten Stadtverordnetenversammlung eine genaue Kostenermittlung vorlegen. Die CDU/FDP-Fraktion wollte sich allerdings nicht auf das Thema Tartanbahn versteifen. Dem Parlament solle die Möglichkeit offen gelassen werden zu entscheiden, was dringend benötigt werde, warf Christopher Hörst (FDP) ein und legte einen entsprechenden Änderungsantrag vor. Der Magistrat soll vor der nächsten Stadtverordnetenversammlung, die übrigens am 20. Juni über die Bühne gehen wird, eine detaillierte Mängelliste (???) mit vermutlichen Reparaturkosten für das Stadion erstellen.
Hörsts Befürchtung: Durch mögliche Großveranstaltungen zum Hessentag im Stadion könnte eine bis dahin vielleicht moderne Laufbahn den von ihm geschätzten 20 000 (?!?!?) Leuten täglich zum Opfer fallen. „Beim Hessentag soll es dort nur Sportveranstaltungen geben, da werden keine Panzer durchfahren“, hielt jedoch Sportkamerad Bergweiler entgegen. Außerdem werde die Bahn täglich von vielen Jugendlichen genutzt, sodass eine Erneuerung durchaus Sinn mache.
Apropos Sinn machen: Peter Müller (GLH) konnte kaum einen Unterschied zwischen ursprünglichem SPD- und Änderungsantrag von CDU/FDP erkennen. Ihm war außerdem schleierhaft, wie man 20 000 (?) Menschen auf einmal ins Stadion bekommen wolle. Und Ingrid Meister (SPD) gab schließlich zu bedenken, dass man nach dem Hessentag unter Umständen überhaupt kein Geld mehr habe, eine neue Bahn zu bauen.
Dennoch befürwortete der Ausschuss bei einer Enthaltung (GLH) den Änderungsantrag. Der Magistrat wird nun in den nächsten drei Wochen die Mängel im Stadion auflisten. Danach haben wieder die Kommunalpolitiker das Wort.                           dr