Bebauung, nein dankeBebauung, nein danke

Schlossberg: SPD fordert Stadtverordnete auf, gegen Häuser am Starkenburgweg zu stimmen

HEPPENHEIM. Heppenheims SPD hat ihre Vorbehalte gegen weitere Häuser am Starkenburgweg erneuert. In einer Pressemitteilung forderte der Ortsbezirk die Stadtverordneten gestern auf, in ihrer Sitzung am heutigen Dienstag (ab 18 Uhr im Kurfürstensaal) gegen die Pläne zweier Grundstückseigentümer zu stimmen. Die Fläche auf der Westseite des Starkenburgwegs ist die letzte bislang unbebaute und erlaubt den freien Blick vom Schlossberg auf die Rheinebene.

„Praktisch über ein Jahrzehnt hinweg haben die Stadtverordneten immer wieder in Beschlüssen betont, dass dieser Raum frei von weiterer Bebauung zu halten sei – und nun liegt ein Planungsentwurf der Bauverwaltung vor, der doch die Bebauung mit drei Häusern dort erlauben soll“ schreibt die SPD. Hintergrund sei wohl, „dass man offensichtlich Angst davor hat, gerichtlich klären zu lassen, ob es sich hier um eine schlichte Baulücke handelt (dann dürfte gebaut werden) oder um ein Stück freie Flur zwischen zwei Siedlungskörpern (dann dürfte nicht gebaut werden)“. Die SPD meine nach wie vor, „dass eine Bebauung dieser neuralgischen Grundstücke nicht angebracht ist“. Zwar versuche die Bauverwaltung „durch erhebliche (und für die Eigentümer sehr kostspielige) Auflagen, die Bebauung verträglich zu gestalten, aber dem Akt der möglichen Bebauung wäre zuerst einmal Tür und Tor geöffnet. Und ob in einem weiteren Verfahren die geplanten Einschränkungen in Hinsicht auf die Art der Bebauung auch noch Bestand hätten, wen die grundsätzliche Entscheidung für die Bebauung gefallen ist, ist schon eine zweifelhafte Frage“.

„Leider“, so die SPD abschließend, „wurden die erwähnten Grundstücke bei der letzten Fassung nicht mehr in das Landschaftsschutzgebiet einbezogen“. Umso mehr komme es nun darauf an, „dass Flächen dieser Art durch den politischen Willen der kommunalen Gemeinschaft geschützt werden“. Es könne nicht angehen, „dass jedes Gelände, welches gerade mal nicht dem Landschaftsschutz unterliegt, damit quasi ‚automatisch‘ Bauerwartungsland wird“.