„Blinder Aktionismus bringt nicht weiter“„Blinder Aktionismus bringt nicht weiter“

Stadtentwicklung: SPD kritisiert Verkehrs- und Heimatverein – Umbau Graben ,,am Laufen“

,,Was wollte der Heppenheimer Verkehrs- und Heimatverein eigentlich mit dem Artikel in der Samstagausgabe des Starkenburger Echos bewirken, wenn nicht, wie ständig zu lesen war, für seinen Geschäftsführer als Bürgermeisterkandidat zu werben“ mutmaßt Heppenheims SPD-Fraktion in einer Presseerklärung zu den Plänen des Vereins, eine ,,Protestversammlung“ auf dem Graben zu veranstalten und die Ankündigung von Geschäftsführer Gerhard Kasper, künftig ,,kürzer zu treten“.

Planungen und Arbeiten im Rahmen der Förderprogramme ,,Aktive Kernbereiche“ und ,,Stadtumbau Hessen“ seien im Laufen. Und hier gehe es auch um die Neugestaltung Parkhof und Graben. Interessant sei, dass der Vorsitzende des Verkehrs- und Heimatvereins, Helmut Engelhard, in dieser Arbeitsgruppe ,,Lokale Partnerschaft“ sitze.

Auch müsse man sich fragen, ,,wieso sich der Geschäftsführer als Bürgermeisterkandidat so wenig über den Stand dieser Planungen informiert hat“ – womit die SPD Gerhard Kasper anspricht, der sich vor kurzem als vierter Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 27. März 2011 gemeldet hat.

Auch die Bemühungen, auf dem Parkhof einen Lebensmittelmarkt sowie Parkdecks zu holen, seien in vollem Gange, so die SPD weiter. Hier existierten schon Planungen. Wenn man, wie im Artikel zu lesen war, einfach die Parkplätze am Graben ,,entfernen“ und einen ,,Stadtpark“ einrichten wolle, stelle sich die Frage nach dem Ersatz für die dann nicht mehr vorhandenen Parkplätze. Wie man zukünftig die Stadtkerwe durchführen wolle, dürften sich auch viele Heppenheimer fragen.

Es mache wenig Sinn ein einziges Projekt aus dem Gesamtvorhaben ,,energisch voranzutreiben“, wie in dem Artikel zu lesen war. Wenn der Verkehrs- und Heimatverein sich wirklich für Heppenheims Gestaltung einsetzen will, heißt es abschließend, ,,so kann er es in dem laufenden Verfahren tun. Der Vorsitzende des Verkehrs- und Heimatvereins Engelhard hat im Arbeitskreis ,Lokale Partnerschaft‘ Stimm- und Rederecht. Blinder Aktionismus bringt Heppenheim in der Sache nicht weiter“.

Aus dem Starkenburger Echo vom 19.08.2010