Christophorusschule macht weiter SorgenChristophorusschule macht weiter Sorgen

HAMBACH. Der Probelauf für die um mehr Sicherheit und Ordnung bemühte Parkplatzregelung an neuralgischen Hambacher Punkten ist abgeschlossen.

Änderungswünsche aus der Bevölkerung wurden, soweit sinnvoll, berücksichtigt. Gleichwohl ist der Ortsbeirat immer noch nicht zufrieden.

So steht der von Franz Schuster angekündigten Schaffung zusätzlicher Einstellplätze im Bereich Burgweg/Schalbert eine nach wie vor bedenklich stimmende Situation am „Eck“ gegenüber. Ortsvorsteherin Renate Netzer (SPD) sprach von einer „Zuspitzung der Lage“ und appellierte wiederholt an Anlieger, ihre Autos in Garagen und Hofeinfahrten abzustellen. Demnächst wird sie in einem Rundschreiben nochmals um Verständnis bitten. Breiten Raum nahm in der Sitzung am Mittwoch wieder die Christophorusschule ein. Entgegen erster Enttäuschung, die sich vor allem an der Form des Umgangs festgemacht hatte, scheint sich die vom Schulamt über die Köpfe der Beteiligten angeordnete Kooperation mit der Schloss-Schule doch gut anzulassen. Die Ortsvorsteherin berief sich auf den „positiven Tenor“ eines Gesprächs, das sie mit Traudel Hornig geführt hatte. Die Heppenheimer Rektorin habe großes Verständnis für die in ihrem Bestand gefährdete Grundschule aufgebracht.

Zur nachlassenden Schülerzahl kommt nun allerdings ein weiteres Problem, diesmal verursacht durch den nachvollziehbaren Wunsch vieler Eltern, ihren Kindern eine Ganztagsbetreuung zu ermöglichen. Die aber ist momentan nur in der Schloss-Schule gewährleistet. Mehrere Anmeldungen sollen dort schon eingegangen sein. Renate Netzer hofft, den sich abzeichnenden Trend stoppen zu können. „Wir müssen Voraussetzungen schaffen, dass unsere Kinder in Hambach bleiben“, sagte sie. Allein schultern kann der Ortsbeirat dieses Problem natürlich nicht. Deshalb auch Netzers Appell ans Rathaus, den Stadtteil zu unterstützen.

Hilfe wird auch nötig sein, um den Buslinienverkehr bis nach Ober-Hambach ausweiten zu können. Das Ansinnen ist bislang an einem geeigneten Wendeplatz gescheitert. Auf dem Gelände der Odenwaldschule bietet sich, wie die Ortsvorsteherin erläuterte, nun aber eine Lösung an.

Ungemach in Form üppiger Anliegerbeiträge sehen die Hausbesitzer in der Erbisgasse auf sich zukommen. Die Absicht der Stadt, dort eine Grundsanierung vorzunehmen, stößt auf Widerstand. Renate Netzer weiß aus mehreren Sprechstunden, dass „die Leute das nicht wollen“. Interventionen zeitigten das Ergebnis, dass nach Bodenuntersuchungen „zunächst nur vorläufige“ Sanierungsvorschläge erarbeitet werden, die das Bauamt dann vor der abschließenden Planung bei einer Bürgerversammlung vortragen will. Dabei bestehe die Möglichkeit, Wünsche und Anregungen einzubringen.

Aus dem Starkenburger Echo vom 17.11.2007