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Nachruf: Der Ehrenstadtverordnete Karl Pfeifer ist im Alter von 79 Jahren gestorben

HAMBACH. Hambach trauert um einen engagierten Mitbürger: Am vergangenen Mittwoch ist Karl Pfeifer, Ehrenstadtverordneter und Träger der Verdienstplakette der Kreisstadt Heppenheim in Bronze im Alter von 79 Jahren gestorben. Karl Pfeifer wird Morgen, Dienstag (11.) um 14.15 Uhr auf dem Friedhof von Hambach beerdigt. Das Requiem ist anschließend in der Kirche Sankt Michael.

Vor allem in der Kommunalpolitik hatte sich der Sozialdemokrat einen Namen gemacht. So war er von 1964 bis 1971 Gemeindevertreter der damals noch selbständigen Gemeinde Hambach, danach im Ortsbeirat des Stadtteils. Von 1972 bis 1993 gehörte er dem Stadtparlament an und galt hier als Finanzexperte der SPD-Fraktion. Nach seinem Ausscheiden wurde er zum Ehrenstadtverordneten ernannt. Darüber hinaus war er bis zu seinem Tod Mitglied in der Betriebskommission der Stadtwerke. Zu den Auszeichnungen, die er erhielt, gehörte neben der Verdienstplakette der Stadt unter anderem der Landesehrenbrief im Jahr 1981.

Der gebürtige Lorscher stammte aus einer Arbeiterfamilie. Sein Vater war Steinhauer. In den dreißiger Jahren war er nach Hambach gekommen. Karl Pfeifer ging zunächst auf die Volksschule in Hambach, danach machte er sein Abitur am Alten Realgymnasium in Darmstadt und ging anschließend in die Finanzverwaltung. Mit achtundzwanzig Jahren (1966) war er Oberinspektor beim Finanzamt Darmstadt.

Doch der Beamte auf Lebenszeit wollte nicht in den Diensten des Staates bleiben. Karl Pfeifer wechselte zur Industrie, zur Firma 3 K nach Worms. Er wurde Leiter der Steuerabteilung. Und als sieben Jahre später das Unternehmen in schwedische Hände überging, stieg der Hambacher zum Chef der Konzernsteuerabteilung der Holdinggesellschaft (Bereich Deutschland) auf. 1995 ging er mit siebenundsechzig Jahren in den Ruhestand.

Doch nicht nur Politik und Beruf prägten sein Leben. Auch der Sport, speziell der Fußball. Er spielte bei Olympia Lorsch in der Oberliga und bei Starkenburgia Heppenheim. Und schließlich beim TSV Hambach, bei dem er über 30 Jahre lang dem Vorstand angehörte.

Aus dem Starkeburger Echo vom 10.12.2007