Herbert kandidiert für zweite AmtszeitHerbert kandidiert für zweite Amtszeit

Bürgermeisterwahl: Amtsinhaber möchte mindestens bis 2017 Stadtoberhaupt von Heppenheim sein

Heppenheims Bürgermeister Gerhard Herbert (SPD) kandidiert 2011 für eine zweite Amtszeit. Herbert sagte gestern auf ECHO-Nachfrage, damit löse er das Versprechen ein, das er 2005 vor seiner Wahl gegeben hat. ,,Ich kann locker bis 2017 im Amt bleiben und bin dann immer noch jünger als mein Vorgänger Ulrich Obermayr (CDU) am Ende seiner Dienstzeit“, so hatte es Herbert vor fünf Jahren sinngemäß formuliert. Der Sozialdemokrat wurde 1955 geboren. 2017 wäre er 62 Jahre alt. Obermayr war 63, als er 2005 nach 18 Jahren aus dem Amt schied. Herbert und Obermayr pflegten während der gemeinsamen Zeit im Rathaus – trotz unterschiedlicher politischer Auffassungen – ein kollegiales Verhältnis. Daran ändere sich nichts, als Herbert am 1. September 2005 auf dem Chefsessel Platz nahm und Obermayr unfreiwillig in den Ruhestand gehen musste.Herbert setzte sich am 10. März 2005 im zweiten Wahlgang mit 65,6 Prozent der Stimmen überraschend deutlich gegen Obermayr durch. Zu diesem Zeitpunkt war er hauptamtlicher Erster Stadtrat. Was seine Zeit in Heppenheim betrifft, kann er in wenigen Tagen Jubiläum feiern: Am 1. März 2000 trat er die Stelle des Ersten Stadtrats an. Geboren wurde Herbert in Dom-Assenheim in der Wetterau. Nach einer Lehre als Verlagskaufmann bestand er 1978 das Abitur, seit 1985 ist er Finanzwirt. Berufliche Erfahrung sammelte Herbert unter anderem als Verlagsbuchhändler und als Bibliothekar an der Heeresoffiziersschule in Hannover. Er studierte vier Semester Jura, war kaufmännischer Angestellter bei Standard Elektrik Lorenz, Betriebsprüfer bei der Bundesfinanzverwaltung Frankfurt, Ausbilder bei der Stadt Offenbach und Amtsleiter der Stadtkämmerei Karben. Kommunalpolitische Erfahrung hatte er als Beigeordneter in Wölfersheim und als Kreistagsabgeordneter im Wetteraukreis gesammelt. Herbert ist verheiratet. Mit Ehefrau Evelin hat er zwei erwachsene Söhne, und er ist bereits Großvater. Die Familie wohnt im Stadtteil Hambach.Mit Herberts Ankündigung steht zumindest ein Bewerber fest. Die Christdemokraten sind noch auf der Suche nach einem Herausforderer. Ob es weitere Kandidaten von FDP, Freien Wählern oder Grünen gibt, steht noch nicht fest. Im Prinzip – so Herbert gestern – habe er sich noch nicht intensiv mit der Frage einer erneuten Kandidatur beschäftigt. Doch das sei nicht nötig gewesen, weil sich an den Wahlkampfaussagen von damals nichts geändert hat. ,,Dazu stehe ich“, sagte er.

Aus dem Starkenburger Echo vom 19.02.2010