Skaterpark soll nicht an die OaseSkaterpark soll nicht an die Oase

11.09.2002 dann nachstehender Bericht im Starkenburger Echo.

HEPPENJHEIM. Zu entscheiden hatten die etwa 40 Kinder, Jugendlichen, Eltern, Ferienspielbetreuer und Stadtverordneten nichts, die sich auf Einladung der Heppenheimer Grünen am Montag Nachmittag auf dem Gelände des Jugendtreffs „Oase“ an der Weiherhausstraße trafen. Das Stimmungsbild aber war ziemlich eindeutig: Eine Skater-Anlage auf dem ohnehin nur noch kleinen Freigelände des Jugendtreffs wird von den meisten abgelehnt und die Stadt aufgefordert, weiter über einen alternativen Standort nachzudenken. Bevorzugt würde von einer deutlichen Mehrheit ein (bereits diskutierter) Standort zwischen Schwimmbad und Stadion, als weitere denkbare Orte wurden der Bruchsee oder der neue Festplatz an der Lorscher Straße genannt.

Konsens war, lieber noch etwas zu warten und dafür etwas Dauerhaftes, Zentrales und von den Jugendlichen Akzeptiertes zu schaffen. Dass der Standort „Oase“ mit Blick auf die derzeitige Funktion der Einrichtung denkbar ungeeignet ist, hatten die Grünen zuvor mit einfachen Absperrbändern deutlich gemacht: Wird die Skater-Anlage in ihrer alten Größe – so, wie sie bis vor einigen Monaten auf dem jetzigen Aldi-Markt-Gelände existierte – aufgebaut, bleibt von der Grünfläche, die nicht zuletzt in Ferienspiel-Zeiten dringend benötigt wird, nichts mehr übrig. Die Jugendlichen wären damit aus Sicht der Grünen regelrecht eingepfercht in ihrem Treff, der seit diesem Jahr auch als Partyraum angemietet werden kann und entsprechend stärker genutzt wird.
Im Magistrat wird die neuerliche Diskussion auf wenig Gegenliebe stoßen. Hier hat man in jüngster Zeit wiederholt deutlich gemacht, dass man nach dem durch Gutachten verursachten Scheitern alternativer Standortvorschläge (im Bereich Bertolt-Brecht-Weg und am sogenannten „Siegfriedbrunnen“ in LangneeseNähe) langsam genug vom ständigen Hin und Her hat. Bürgermeister Ulrich Obermayr in einer der jüngsten Ausschusssitzungen: „Es geht nicht mehr darum, wo wir die Anlage hinsetzen, sondern darum, ob es rechtlich überhaupt durchsetzbar ist“.
Die Grünen zeigen sich wenig beeindruckt von den Nöten des Bürgermeisters. In einer Pressemitteilung hat die Grüne Liste jetzt angekündigt, in der nächsten Stadtverordnetenversammlung am kommenden Donnerstagabend (12.) – einen Antrag einzubringen, auf den Standort Oase zu verzichten.                        jr