Radweg nach KirschhausenRadweg nach Kirschhausen

Wahlkampf: SPD-Fraktion im Stadtparlament lässt sich in Wald-Erlenbach über Wünsche der Bewohner informieren

Am Dienstag setzte die SPD-Fraktion ihre Informationsreihe in den Stadtteilen in Wald-Erlenbach fort. Neben Ortsvorsteher Reinhard Mann und einigen Ortsbeiräten konnte die SPD-Fraktionsvorsitzende Gaby Kurz- Ensinger auch einige Bürger begrüßen. Der Ortsvorsteher hatte eine Liste von Anregungen und Anträgen für den Stadtteil parat und zeigte sich sehr erfreut über das Interesse der Fraktion.

Wichtigstes Vorhaben für die Wald- Erlenbacher ist der Bolzplatz hinter dem Dorfgemeinschaftshaus, dessen Gestaltung sich wegen der 600-Jahrfeier verschoben hatte. Für das Herrichten in den ursprünglichen Zustand sind im Konjunkturpaket 15 000 Euro vorgesehen. Doch der Ortsbeirat würde gerne die gesamte zur Verfügung stehende Fläche als ,,Mehrzweckplatz“ (Bolzplatz und Parkflächen) verwenden. Erste Planierarbeiten wurden bereits getätigt. Der Ortsbeirat hat ein eigenes Konzept entwickelt und steht mit der Stadt in Verhandlungen. Das Problem, so Reinhard Mann, sind die Mehrkosten. Man will der Stadt noch eine genauere Kostenaufstellung unter Einbeziehung der Eigenleistung vorlegen. Die SPD- Fraktion will dieses Vorhaben unterstützen.

Ein weiterer Punkt war wie in Kirschhausen der Verkehr auf der B 460. Durch die gerade Straßenführung im mittleren Ortsbereich wird oft viel zu schnell gefahren. Eine stationäre Geschwindigkeitsüberwachung würde das Problem aus Sicht der SPD-Fraktion leicht lösen, das zeigten Erfahrungen der Nachbarkommunen. Wenn man sich zum Beispiel die Verkehrssituation auf der B 3 im Bereich Auerbach anschaue, hieß es beim Ortstermin, seien es wenige Ausnahmen, die nach dem Kontrollpunkt auf das Gas treten. Meist seien gerade diese Raser gezwungen, sich dem Verkehrsfluss anzupassen. Kurz-Ensinger wies darauf hin, dass es einen diesbezüglichen Antrag der SPD-Fraktion gegeben habe, den die anderen Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung abgelehnt hätten. Ortsbeirat und SPD-Fraktion wollen sich weiter für eine solche stationäre Anlage einsetzen.

Ein altes Thema ist der behindertengerechte Zugang zum Dorfgemeinschaftshaus. Für dieses Vorhaben hat sich schon mehrfach der SPD-Stadtrat und Behindertenbeauftragte Helmut Bechtel stark gemacht, der ebenfalls an diesem Ortstermin teilnahm. Vom Vorhaben, im hinteren Hofbereich eine Möglichkeit zu suchen, weil dies unter Umständen kostengünstiger wäre, müsse man sich wohl wegen der im Erdgeschoss liegenden Toiletten verabschieden. Am sinnvollsten dürfte ein solcher Aufzug unmittelbar links neben dem Haupteingang zu installieren sein. Der Ortsvorsteher will sich um einen Termin zusammen mit dem Fachbereich der Stadt und dem Behindertenbeauftragten kümmern.

Für die schnelle Beseitigung von Wildwuchs auf dem Gehweg an der Bundesstraße, Richtung Mitlechtern, der den schon schmalen Gehweg noch mehr einengt, versprach Stadtrat Helmut Bechtel sich einzusetzen. Ein Ortsbeiratsmitglied sprach noch die beiden riesigen Platanen an, die als Naturdenkmäler ausgezeichnet sind. Sie müssten von Zeit zu Zeit ausgeputzt werden, da immer wieder dürre Äste abbrechen und auf die Fahrbahn der Bundesstraße fallen. Die extreme Höhe dieser Bäume erschwerten diese Maßnahmen. Seit vielen Jahren wünschen sich die Wald-Erlenbacher eine Radweganbindung an Kirschhausen. Eine Verlängerung des Winkelweges in Richtung Klinger Höhe wäre da die kostengünstigste Möglichkeit. Von der Klinger Höhe gibt es bereits einen Weg, der parallel zur Bundesstraße im Tal nach Kirschhausen führt. Der SPD-Fraktion ,,war es wichtig“, heißt es abschließend, ,,die Probleme vor Ort und mit eigenen Augen zu sehen sowie mit den Ortsbeiratsmitgliedern und den anwesenden Bürgern persönlich sprechen zu können“. Auch wenn verschiedene Vorhaben und Wünsche noch einige Zeit warten müssten, seien alle Beteiligte mit dem Ergebnis des Treffens zufrieden.

Aus dem Starkenburger Echo vom 14.08.2010