Wahlbeteiligung steigtWahlbeteiligung steigt

Seniorenbeirat – Dieter Schnabel erhält die meisten Stimmen, gefolgt von Sylvia Schäfer

Die Bereitschaft zur Mitwirkung kann allerdings auch als Beleg dafür verstanden werden, dass die älteren Heppenheimer mit der Arbeit des erstmals 2008 gewählten Gremiums einverstanden waren und dieses Sprachrohr zur Interessenvertretung positiv einschätzen. Kein Wunder angesichts der demografischen Entwicklung.

Wahlberechtigt bei den Seniorenbeiratswahlen waren 5194 Heppenheimer, wobei die Frauen mit 2987 die Mehrheit stellen. Zurück kamen 2177 Wahlscheine, von denen allerdings 285 zurückgewiesen werden mussten.

Wie der Leiter des Bürgerbüros Klaus Hess erläuterte, mussten diese Stimmen entfallen, weil Formalien nicht beachtet worden waren. Bei den meisten fehlte der Wahlbrief, andere hatten weder Wahlbrief noch Stimmzettelumschlag verschlossen. „Ohne diese Zurückweisungen hätte die Wahlbeteiligung 40 Prozent betragen“, erklärte Hess. Er weist gleichzeitig darauf hin, dass das amtliche Wahlergebnis durch den Wahlausschuss in der öffentlichen Sitzung am Montag (15.) um 17 Uhr im Sitzungssaal Schlossberg im Rathaus erfolgen wird. Weitere 47 Stimmzettel waren ungültig, sodass letztlich die Stimmen von 1892 Wählern auszuzählen waren. Jeder konnte drei Stimmen auf die zwölf Kandidaten verteilen.

Dieter Schnabel Foto: Lutz Igiel

Mit deutlichem Vorsprung erhielt Dieter Schnabel die meisten Stimmen: 2367. Ihm folgen Sylvia Schäfer mit 2013 und Anton Gölz mit 1882 Stimmen. Weitere Mitglieder des neuen Seniorenbeirats sind Ingrid Hennes (1647), Annerose Gutschalk (1535), Hans Joachim Krüger (1443), Heinrich Morweiser (1077), Friedrich Wilms (862) und Herbert Felder (830). Ersatzpersonen sind Erdmuthe Hassold, Heinz Hampe und Wilhelm Schreyer.

Mit Ausnahme von Hans-Joachim Krüger, der zusammen mit Ludwig Bergweiler, Volker Scheller, Hannelore Jakob, Christa Herold, Christina Schmidt und Rudolf Unger 2008 den ersten Seniorenbeirat stellte, sind alle Gewählten neu in diesem Gremium – allerdings alte Hasen beim Einsatz fürs Gemeinwohl. 

Herbert Felder (Jahrgang 1946): Zwei Kinder, drei Enkel. War 45 Jahre bei einer großen Firma in Mannheim beschäftigt. Mehr als 15 Jahre Ortsbeiratsmitglied in Hambach; zehn Jahre Vorsitzender im Liederkranz Hambach. 
Anton Gölz (1946): Zwei Kinder, fünf Enkel; seit zwölf Jahren Ortsvorsteher in Sonderbach und bis 17. Mai Stadtverordneter; mehr als 30 Jahre Engagement bei den Maltesern, Vorsitzender im Turnverein Sonderbach. Neun Jahre Pressewart im Turngau Bergstraße. 
Annerose Gutschalk (1948): Drei Kinder, drei Enkel; Arbeit in Gastronomie und 17 Jahre im Haus Johannes. Sieben Jahre Ortsbeiratsmitglied in Ober-Laudenbach, 19 Jahre Stadtverordnete. Vorstandsmitglied der Frauenunion; seit Ende Mai Vorsitzende der CDU-Senioren. 
Ingrid Hennes (1944): Zwei Töchter, vier Enkel, ein Urenkel; geboren in Krefeld, seit 1966 in Heppenheim. Engagement im Pfarrgemeinderat und in der Seelsorge der Pfarrei Sankt Peter.
Hans-Joachim Krüger (1936): Gebürtiger Berliner, seit 1976 in Heppenheim; 25 Jahre Arbeit für Pitney Bowes; vielfältiges Engagement im Magistrat, Ortsbeirat Erbach, als Fraktionsvorsitzender und SPD-Ortsvereinsvorsitzender; 30 Jahre Büttenredner für Bottschlorum. 
Heinrich Morweiser (1938): Zwei Kinder, vier Enkel, gebürtiger Bürstädter; zehn Jahre Engagement für die katholische Bücherei in Sankt Peter. War Stadtverordneter; ist OWK-Vorsitzender und betreut Internetkurse für Senioren in der Stadtbücherei. 
Sylvia Schäfer (1946): 18 Jahre Mitglied in Stadtverordnetenversammlung und Sozialausschuss. Am Wohnort im Hochhaus, Dr.-Heinrich-Winter-Straße 17, werde sie von vielen Senioren auf Probleme angesprochen. 
Dieter Schnabel (1941): Gebürtiger Darmstädter, seit 1957 in Heppenheim. Elf Jahre Mitglied in der Stadtverordnetenversammlung; viele Jahre im Ortsbeirat Kirschhausen. 
Friedrich Wilms (1943): Geboren in Soest in Westfalen; lebt seit 1969 in Heppenheim; 30 Jahre als Personalreferent bei Siemens (heute Sirona) in Bensheim; Jahrzehnte ehrenamtlicher Prüfer für IHK und Studiengemeinschaft in Darmstadt; Vorstandsmitglied Tennisclub, Vorsitzender Handballclub; Mitglied im Sportabzeichenteam.

Aus dem Starkenburger Echo vom 09.07.2013