Alte Schmiede soll weichenAlte Schmiede soll weichen

Stadtteile: Die SPD-Fraktion sieht sich in Sonderbach um – Verfallenes Gemäuer könnte Platz für Parkplätze machen

Nachdem Ortsvorsteher Anton Gölz krankheitsbedingt verhindert war, hatte sich Ortsbeiratsmitglied Andrea Pfeilsticker bereit erklärt, die aktuellen Probleme in Sonderbach darzustellen. Neben weiteren Ortsbeiratsmitgliedern konnte die SPD-Fraktionsvorsitzende Gabriele Kurz-Ensinger auch interessierte Bürger begrüßen.

Am meisten ist dem Ortsbeirat an einer Lösung zur Frage Alte Schmiede gelegen. Der Abriss des maroden Gebäudes ist Konsens und Wunsch im Ortsbeirat. Momentan werden Passanten nur durch einen Bauzaun vor herabfallenden Ziegeln gesichert. Da an dem Haus schon zu lange nichts gemacht wurde, wird eine Sanierung nicht mehr in Frage kommen. Zur Nutzung des dann freien Geländes gibt es auch schon verschiedene Überlegungen wie ein kleines Lager für die Geräte des Turnvereins, die derzeit überall in der Halle verteilt sind und die Sportstätte dadurch verkleinern, oder auch weitere Parkplätze.

Die Frage nach einer möglichen Photovoltaikanlage auf dem Dach des Dorfgemeinschaftshauses wurde gestellt. Da die Konstruktion bereits durch das bestehende Dach nahezu ausgelastet ist, scheidet eine derartige Anlage für das Dorfgemeinschaftshaus aber wohl aus. Gewünscht ist auch eine weitere Straßenlaterne zwischen Alter Schmiede und oberem Parkplatz am Dorfgemeinschaftshaus.

Der Ortsbeirat hat bereits überlegt modellhaft eine LED-Laterne zu installieren, die sogar solargespeist ist. Ebenso ist die Beleuchtung auf dem kurzen Fußweg über die Außentreppe des Dorfgemeinschaftshauses nach Meinung der Sonderbacher zu ergänzen.

Weiteres Thema war das Baugebiet Rosengarten II mit einer möglichen Bebauung von acht 8 Einzel- oder Doppelhäusern. Es bestehe bereits Interesse von zwei Sonderbachern, die gerne bauen würden. Der Ortsbeirat hat das Baugebiet befürwortet, allerdings sollen die Plätze auch für Sonderbacher reserviert werden. Das Hauptproblem wurde in der Finanzierung der Erschließung gesehen, für die bis zu einem Verkauf oder einer Bebauung die Stadt oder ein Investor in Vorlage treten müsste.

Die SPD Fraktion regte an, dass der Ortsbeirat sich mit den Eigentümern zusammensetzt, um zu besprechen wie weit das Interesse an einer Bebauung geht und ob überhaupt Bereitschaft zu einem Verkauf seitens der Eigentümer besteht.

Auch das Kleinschwimmbad und der angrenzende Spielplatz wurden besichtigt. Es besteht der Wunsch nach einer Nestschaukel für Kleinkinder. Auch ist der Sandkasten ist wenig ansehnlich. Hier zeigte sich wieder das auch in Kirschhausen bestehende Problem des Stadtteilarbeiters. Zwar hat die Stadt Geld bereitgestellt, aber es gibt trotz intensiver Bemühungen der Ortsbeirate beider Ortsteile bisher niemanden, der diese Aufgabe übernehmen würde.

Gesucht werden ortskundige Bürger, die vor allem die Pflege der Grünflächen übernehmen könnten. Natürlich wird die Tätigkeit bezahlt. Falls jemand Interesse an diesen Arbeiten hätte, solle er sich bitte bei Ortsvorsteher Anton Gölz (CDU) oder beim Bauhof der Stadt melden.

Nach der Besichtigung der Plätze und Gegebenheiten wurden im Felsenkeller weiter Informationen ausgetauscht und Fragen besprochen. Auch in Sonderbach hat sich für die SPD-Fraktion gezeigt, wie wichtig es ist, Fragen und Probleme eines Stadtteiles vor Ort zu sehen.

Aus dem Starkenburger Echo vom 26.10.2010