Anfrage von Prof. J. BallwegAnfrage von Prof. J. Ballweg

Pkt. 6.3.  aus dem Protokoll der "Aktuelle Stunde" im Stadtparlament am 
02.12.2003:

Zum Thema "Bahnhofsumgestaltung" habe er zwei Punkte anzumerken, so Stadtverordneter Prof.Dr. Ballweg (SPD). 
Zum einen sei seit gestern die alte Bahnhofsunterführung gesperrt. Die Pendler seien darüber vorher nicht informiert worden. Er sei gestern morgen 6.01 Uhr von einigen Leuten ziemlich "heftig" angesprochen worden, die sehr wenig darüber amüsiert gewesen seien, daß sie am Park- & Ride-Parkplatz um 5.59 Uhr aussteigen und dann im "Schweinsgalopp" über die Lorscher Straße rennen müssen. Es sollte möglich sein, daß man solche Informationen den Leuten rechtzeitig gebe. Inzwischen wisse er, daß die Unterführung am Sonntag wegen der Ausfallzeiten der Bahn verfüllt werden müsse. Dies wisse er aber nicht von der Stadtverwaltung und auch nicht von der Baufirma, sondern von der Buschtrommel".

Zum anderen wolle er von der "Buschtrommel" zu den Bäumen kommen, sagte Prof.Dr. Ballweg. An der Westseite des Bahnhofs seien neue Bäume gepflanzt worden. In deren Nähe werde inzwischen der Aushub der neuen Unterführung gelagert. Laut Auskunft eines Fachmanns, dem Chefgrünflächenplaner von Mannheim, sei mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß die jetzt dort auf Halde gelegte Erde zu einer Verdichtung des Mutterbodens führe, die diese Bäume irreparabel schädigen werde. Deshalb bitte er dringend darum, daß die Stadt dieses Problem mit der Firma anspreche und sicherstelle, daß auf die Stadt keine unvorhergesehenen Kosten zukommen.

Bürgermeister Obermayr versprach, daß er dem Problem mit den Bäumen an der Westseite des Bahnhofs gerne nachkommen werde. Bei der Bundesbahn gebe es einen Projektleiter, der aber inzwischen zur Olympiagesellschaft nach Leipzig versetzt worden sei. Es gebe einen Nachfolger, aber man müsse sich vorstellen, daß die Deutsche Bundesbahn sich in 180 verschiedene Gesellschaften aufgelöst habe. Es gebe z.B. eine Gesellschaft, die nur für die Bahnsteigreinigung zuständig sei. Er wisse im Moment nicht, welche Gesellschaft für die Verfüllung der Unterführung zuständig sei. Dies sei so komplex, um hier auch eine befriedigende Auskunft zu erhalten. Er bedauere, daß es zu dieser Verzögerung, zu diesem kleinen Umweg gekommen sei, aber "wo gehobelt werde, fallen bekanntlich Späne"*, bzw. komme der eine oder andere Umweg.

Bürgermeister Obermayr meinte, er habe auch den Eindruck, daß die vielen Umleitungen, die hier in Heppenheim vorzufinden seien letztendlich zu einer lntelligenzsteigerung führen, denn es sei phänomenal, wie die Bevölkerung auf die vielen Behinderungen reagiert habe und dennoch einen Ausweg finde.*

*Isser net goldisch, mit soiner loggere Sprich, unser Boijemoschter.