Christine Lambrecht: Aus Fehlern lernenChristine Lambrecht: Aus Fehlern lernen

Neujahrsempfang: SPD-Ortsbezirk Hambach feiert in der Odenwaldschule – Verdiente Mitglieder geehrt

Der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsbezirks Hambach, Adolf Lannert, freute sich, dass so viele Besucher zum Neujahrsempfang des SPD-Ortsbezirks in die Odenwaldschule nach Ober-Hambach gekommen waren. Unter den Gästen waren auch Hambachs Pfarrer Lothar Röhr, der Geschäftsführer der Odenwaldschule Meto Salijevic, Bürgermeister Gerhard Herbert sowie Christine Lambrecht. Die Bergsträßer Bundestagsabgeordnete machte deutlich, dass die Wahlniederlagen, die die SPD im Bund und in Hessen im vergangenen Jahr erlitten hätte, schmerzlich seien, aber die Partei umso mehr vor große Herausforderungen stelle, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD. ,,Wir müssen aus den Fehlern lernen, uns inhaltlich neu aufstellen, aber auch unsere neue Rolle als Opposition im Bund annehmen“, so Lambrecht.Scharf kritisierte sie die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung, besonders die Senkung der Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen. Wie absurd die Situation im Regierungslager sei, zeigten die Aussetzbewegungen der FDP und mittlerweile auch der Union in Nordrhein-Westfalen, die von der Mehrwertsteuersenkung wegen der anstehenden Landtagswahl abrückten. ,,Das zeigt, dass in den Parteien der Regierungskoalition chaotische Zustände herrschen.“ Genauso zerstritten sei die Regierungskoalition in der Frage der Gesundheitspolitik. Empört reagierten die Genossinnen und Genossen auf Meldungen, dass die Koalition aus Union und FDP mit den Energiekonzernen vereinbart hätte, die Laufzeiten für alle Kernreaktoren, unter anderem auch Biblis A und Neckarwestheim, auf unbestimmte Zeit zu verlängern, bis die Regierung ein eigenes Energiekonzept habe. Auch hier, so Lambrecht, werde wieder nur Klientel-Politik betrieben. Das Weiterlaufen von alten und abgeschriebenen Reaktoren bedeute für die Betreiberfirma soviel wie eine Gelddruckmaschine und der Verbraucher schaue in die Röhre. Dabei vernachlässige man die Sicherheit einer ganzen Region. Musikalisch wurde das offizielle Programm von Dominik Pras begleitet. Der Schüler aus Heppenheim nahm bereits mehrfach sehr erfolgreich am Wettbewerb ,,Jugend musiziert“ teil. Im Anschluss an die Ansprachen von Adolf Lannert, Christine Lambrecht, Gerhard Herbert und Meto Salijevic wurden langjährige Mitglieder für ihr Engagement geehrt. Hubert Ensinger ist seit 25 Jahren aktiv, Joachim Ballweg wurde für 40 Jahre Mitarbeit geehrt. Beate Weidner (40 Jahre) und Gisela Kampfhenkel (30 Jahre), die nicht am Neujahrsempfang teilnehmen konnten, werden ihre Ehrungen umgehend erhalten.

Aus dem Starkenburger Echo vom 04.02.2010