Pressemitteilung Finanzkrise und StaatsverschuldungPressemitteilung Finanzkrise und Staatsverschuldung

Die Finanzkrise 2007-2009 wurde durch das Platzen der Spekulationsblase auf dem US-Immobiliensektor ausgelöst.

Eine Studie der Commerzbank hat den dabei entstandenen weltweiten Schaden bis Ende 2009 auf 7.300 Mrd. Euro geschätzt. Damit liegt dieser  Schaden in der Größenordnung des weltweiten materiellen Schadens des 2. Weltkrieges.

Im politischen Bereich hat die Finanzkrise mit dem Zauberwort „systemrelevant“ die bisher größte Unterstützungs- und Subventionsaktion ausgelöst. Hunderte von Mrd. Euro Steuergelder flossen in den Bankensektor, die dort zum Teil als Prämien an diejenigen ausbezahlt wurden, die maßgeblich die Krise verursacht haben.

Noch auf Jahre werden die Auswirkungen in Form einer Rekordstaatsverschuldung, steigender Arbeitslosigkeit und entgangenem Wirtschaftswachstum jeden einzelnen Bürger, die Unternehmen und den Staat erheblich belasten.  

Nur wenn sich eine breite Öffentlichkeit informiert, politischen Druck ausübt und aus eigenem Verstehen heraus die politischen Entscheidungen verfolgen kann, besteht die Chance einer Reform des Finanzsystems.

Über die Ursachen und Chancen der Finanzkrise informiert und diskutiert ein eigens dafür eingerichteter Arbeitskreis der SPD des Unterbezirks Hessen Süd, zu dem auch alle interessierten Bürger herzlich eingeladen sind. Geleitet wird der Arbeitskreis von Dipl. Volkswirt Arne Pfeilsticker. Die Veranstaltungen finden dienstags von 19:00 – 21:00 Uhr in der Gaststätte Am Stadtgraben, Gräffstr. 8 in Heppenheim statt.

9.2.2010: Das Euro-Währungssystem: Wie funktioniert unser Geld?

Wer die Details verstehen will, der muss zunächst die Grundlagen erarbeiten. In einen Übersichtsvortrag werden die Institutionen und die geldpolitischen Instrumenten des Euro-Währungssystems vorgestellt.

23.2.2010: Was ist und wer kassiert den Geldschöpfungsgewinn?

Geldschöpfung – das ist Geld in den Verkehr bringen – ist mit 99,9% Gewinn das lukrativste Geschäft überhabt. Mit einer 100-Euro Banknote kann man Waren oder Dienstleistungen im Wert von 100 Euro kaufen. Die Herstellungskosten einer 100-Euro Banknote betragen 0,10 Euro.

Wie dieser Mechanismus beim Falschgeld funktioniert wird verstanden und ist allgemein bekannt. Dass aber das meiste Geld nicht von der Zentralbank, sondern von den Banken geschöpft wird und der dabei entstehende Geldschöpfungsgewinn den Banken zufließt ist das wahre Bankgeheimnis. Es zu lüften ist Thema dieser Sitzung.

Die Abschaffung dieser Geldschöpfung würde dazu beitragen, dass sich der Bankensektor auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren müsste. Sie würde das Wirtschafts- und Finanzsystem stabilisieren und bietet darüber hinaus die Chance das Problem der Staatsverschuldung zu entschärfen.

Eine Übertragung der Geldschöpfung des Bankensektors auf die Zentralbank könnte zu einem einmaligen Geldschöpfungsgewinn von ca. 2.000 Mrd. Euro führen, mit dem die Staatsverschuldung in Höhe von 1.660 Mrd. Euro abgelöst werden könnte.

9.3.2010: Die Finanzkrise 2007-2009: Ursachen und Analyse

Nach der Analyse der Ursachen stellt sich die Frage: Liegt die eigentliche Ursache für Finanzkrisen in der Geldschöpfung durch den Bankensektor? Sind Finanzkrisen sind eine Art Geldschöpfungsexzesse des Bankensektors?

23.3.2010: Politische Konsequenzen: Was könnten und sollten wir aus der Finanzkrise lernen.

Zur effektiveren Kommunikation habe ich eine Google-Gruppe http://groups.google.com/group/finanzkrise-und-staatsverschuldung eingerichtet. Interessenten an dem Arbeitskreis können sich direkt in dieser Gruppe anmelden.

04.02.2010, Arne Pfeilsticker, 1. Vorsitzender Ortsverein Heppenheim