Leserbrief zum Thema Beitritt zum ZAKBLeserbrief zum Thema Beitritt zum ZAKB

Am 29.06.2005 schrieb ein Bürger einen Brief an die Redaktion des Starkenburger Echos – Müllentsorgung – Zum Haareraufen

Es ist zum Haareraufen. Warum können Politiker nur in ganz seltenen Einzelfällen zugeben dass sie „Mist“ in diesem Fall „Müll“ fabriziert haben. Oder besteht eventuell ein Zusammenhang damit, dass die in den Sand gesetzten Millionen für die Biomüllanlage finanziert werden müssen? Auch durch ständiges wiederholen von Halbwahrheiten und durch Schönrechnerei lassen sich Tatsachen und Fakten nicht wegdiskutieren.

Der einzelne Bürger kann sehr wohl rechnen und weiß selbst genau, wie er persönlich von dieser Sache betroffen ist. Ob es stimmt, dass in Heppenheim heute insgesamt weniger für die Müllabfuhr ausgegeben werden muss, kann er jedenfalls nicht nachprüfen. Das kann ja nicht einmal die Verwaltung leisten, wie der Presse zu entnehmen war.

Nachstehend noch einmal die Fakten für einen Haushalt (60 Liter-Tonne), der schon immer Müll gespart hat, und weiterhin spart. 
Müllkosten: 
Vor Beitritt zum ZAKE 108 Euro/Jahr, Mindestkosten nach Beitritt zum ZAKB 145 Euro, macht eine 
Kostensteigerung um 34 Prozent. 
Leistungen: 
Vor Beitritt zum ZAKB 71 Leerungen, nach Beitritt zum ZAKB 41 Leerungen, macht eine 
Leistungsminderung um 42 Prozent.

Um es noch einmal klar zu machen: bei den obigen Werten ist keinerlei Einsparung mehr möglich, das sind die Mindestkosten. Im Gegenteil, werden die Mindestleerungen überschritten wird der Kunde nochmals zusätzlich zur Kasse gebeten. Außerdem sind die Mehrkosten, die für den Sperrmüll jetzt anfallen, nicht einmal berücksichtigt.

Auch der Hinweis, dass ohnehin eine Preiserhöhung hätte kommen müssen, zieht nicht. Parteien und Verwaltungen, die solche inflationären, an Wucher grenzenden Erhöhungen, in Zeiten allgemeiner Einkommensrückgänge, ihren Bürgern zumuten, sollten einmal über ihr Selbstverständnis nachdenken. Aber vielleicht ist das schon zuviel verlangt.

J. K. Heppenheim