Mehr Parkplätze für BehinderteMehr Parkplätze für Behinderte

Bilanz – Behindertenbeauftragter Helmut Bechtel seit 4 Wochen im Amt – Bürokratie

HEPPENHEIM. Vier Wochen nach seiner Ernennung zieht der städtische Behindertenbeauftragte Helmut Bechtel positive Bilanz. Die Resonanz an den Sprechtagen zeigt, dass es richtig war, eine Ansprechstelle für diesen benachteiligten Personenkreis zu schaffen, heißt es in einer Pressemitteilung des Behindertenbeauftragten. Beklagt wurden fehlende behindertengerechte Zugänge oder Toilettenanlagen bei öffentlichen Gebäuden.

Neben dem Kurfürstensaal wurde auch der Zugang zur Poststelle in Heppenheim bemängelt. Begrüßt wurden in vielen Gesprächen die Absenkung und Markierungen an Fußgängerübergängen, die sehr oft von parkenden Autos blockiert werden. Bechtel appellierte ausdrücklich an die Vernunft der Antofahrer, diese Obergänge freizuhalten.

Die Anzahl und Verlegung der Behindertenparkplätze, im Stadtgebiet sind ein weiteres Thema. Dazu wurde bei einem Lokaltermin von Behindertenbeauftragte und Bediensteten des Ordnungsamtes eine Bestandaufnahme gemacht. An besonders stark frequentierten Stellen werden im Stadtgebiet vierzehn neue behindertengerechte Parkplätze geschaffen. Bahnhof, Lehrstraße, Darmstädter Straße (Foto Plus) und Ernst – Schneider – Straße, Ecke Karlstraße (Volksbank) sind einige Orte, an denen zurzeit diese Parkmöglichkeiten noch fehlen.

Sollte vor Arztpraxen oder anderen wichtigen Stellen noch Bedarf  bestehen, behindertengerechte Parkplätze zu schaffen, kann man sich gerne an den Behindertenbeauftragten wenden. Er wird zusammen mit dem Ordnungsamt diese Anträge prüfen und gegebenenfalls eine solche Einrichtung veranlassen.

Der Behindertenbeauftragte beklagt das oft zu bürokratische Vorgehen des Versorgungsamtes. In einem Fall wird einem Behinderten, der nach dem dritten Schlaganfall kaum gehen kann, ein Parkausweis für die Nutzung entsprechender Parkplätze versagt, obwohl diese Gehbehinderung mehrfach ärztlich bestätigt worden war. Auch  in diesem Fall schaltet sich der Behindertenbeauftragte ein und wird beim Versorgungsamt vorstellig, heißt es abschließend.