Mit der politischen Konkurrenz am BallMit der politischen Konkurrenz am Ball

Hobbyturnier: Beim Fußball-Nachmittag der Jungsozialisten erreichen die Jungen Liberalen den zweiten Platz – Nur die „Eichbaumaniacs“ sind besser – Viel Spaß und faire Spiele

HEPPENHEIM. Die Eichbaumaniacs haben das Fußballturnier „Come on the Reds“ gewonnen. In einem spannenden Finale setzte sich die Freizeitmannschaft aus Bensheim vor einer tobenden Fankulisse in der Sporthalle am Starkenburg-Gymnasium mit 1:0 gegen das Team der Jungen Liberalen (Julis) durch. Acht Hobbykicker-Mannschaften hatten sich zum überregional ausgeschriebenen Turnier gemeldet, das von der Juso-Arbeitsgemeinschaft Heppenheim-Lorsch in Kooperation mit der AG Bensheim organisiert wurde.

In zwölf Vorrundenspielen wurden die jeweils beiden Erstplatzierten der zwei Gruppen ausgespielt, die daraufhin in den Halbfinalspielen gegeneinander antreten durften. Den anwesenden Zuschauern sollte einiges am runden Leder geboten werden. Denn kreativ waren nicht nur die Namen der Mannschaften, die von Sauhaufen Lorsch über Promille-Kickers Bensheim bis hin zu Atlas-Löwen Bensheim reichten. Auch auf dem Spielfeld präsentierte nicht nur ein Junior-Ronaldo seine filigranen Ballkünste.

Gespielt wurde mit fünf Feldspielern plus Torwart. Die Spielzeit betrug zwölf Minuten. Und das versprach zwölf Minuten spannungsgeladener Zweikämpfe, Flügelwechsel und akrobatischer Paraden des Mannes zwischen den Torpfosten.

Technisch stark und äußerst versiert im Zusammenspiel präsentierte sich das Team der Atlas Löwen aus Bensheim, die trotz überlegener Spielanteile die Partien nicht immer für sich entscheiden konnten.

Mit einem Punkt und Platz Drei in der Gruppenwertung sollten sie gegen die „Bense Bube“ das Spiel um Platz Sechs bestreiten. Durchaus erfolgreicher, wenngleich nicht mit den besten Fähigkeiten am Ball gesegnet, vermochten die Promille-Kickers Bensheim den ersten Platz in Gruppe Zwei zu belegen.

Sie trafen im Halbfinale gegen die Mannschaft der Julis an, die nicht nur politisch effizient handelten. In schönen Vorrundenspielen belegten sie den zweiten Platz in Gruppe Eins hinter den Eichbaumaniacs, die sich mit drei Siegen souverän den Einzug ins Halbfinale erkämpften und dort gegen den FC Bickel Lorsch, Zweitplatziert in Gruppe Zwei spielten.

In einem ungleichen Schlagabtausch besiegten die Eichbaumaniacs in allen Kategorien überlegen den FC Bickel Lorsch mit 3:1. Das zweite Halbfinale entschied die Mannschaft der Julis knapp im Siebenmeterschießen für sich. Ein Pfostenschuss und zwei Paraden des Torhüters besiegelten die wenig verdiente Niederlage der Promille-Kickers Bensheim.

Vor feiernden Fans und grölendem Publikum wurde das Finale von Schiedsrichter Samim Azizi angepfiffen, der im gesamten Verlauf des Turniers wenig zu tun hatte, da die Partien durchweg fair ausgetragen wurden. Mit den Eichbaumaniacs und den Julis standen sich die beiden besten Mannschaften des Tages gegenüber, die schon in der Vorrunde aufeinander trafen.

Am Vormittag konnte das Bensheimer Team den sportlichen Kontrahenten aus der Politik das Fürchten lehren. Die Revanche vermochte den Julis keineswegs gelingen.

Mit 1:0 mussten sie sich der spielerischen Überlegenheit der Eichbaumaniacs geschlagen geben, die sich über einen freien Eintritt in das Freizeitbad „Miramar“ in Weinheim freuen durften.

Als Zweitplatzierte erhielten die Julis zwei Uefa-lizenzierte Fußbälle. Platz Drei belegte der FC Bickel Lorsch. Die Hobbyfußballer durften mit einem großen Kasten Bier den Heimweg antreten.

Leer gingen die fünf restlichen Mannschaften keineswegs aus. Da auch im Rahmen des Fußballturniers dem Olympischen Gedanken Rechnung getragen wurde, erhielten die Teams symbolträchtig jeweils einen Elfer-Kasten Bier.

Durchweg zufrieden mit der Resonanz auf die Veranstaltung zeigten sich die Verantwortlichen. „Das Fußballturnier war ein voller Erfolg,“ resümierte Stadtverordneter und Kassierer der Juso-AG Heppenheim-Lorsch, Joachim Ballweg, „ich denke, dass sich auf dieser sportlichen Veranstaltung für zukünftige Projekte aufbauen lässt.“

Nicht zuletzt die kostenfreie Verköstigung in der Mittagspause und freie Getränke für die Sportler rundeten den positiven Gesamteindruck des Turniers ab. Julian Christ bedankte sich bei den Verantwortlichen im Namen des SPD-Unterbezirksvorstandes und der Jusos Bergstraße für deren „wochenlanges Engagement, ohne das ein solches Projekt nicht zu stemmen gewesen wäre.“

1. Eichaumaniacs, 2. Junge Liberale, 3. FC Bickel Lorsch, 4. Promille-Kickers Bensheim, 5. Bense Bube, 6. Atlas-Löwen Bensheim, 7. Sauhaufen Lorsch, 8. Roundhouse Kickers

Aus dem Starkenburger Echo vom 1.11.2007