Mit Michael Eck an der SpitzeMit Michael Eck an der Spitze

Stadtparlament: SPD-Stadtverordneter zum Vorsitzenden des Sozial-, Kultur- und Sportausschusses gewählt

Das Stadtparlament steht, und jetzt hat auch der erste von drei Ausschüssen seine konstituierende Sitzung hinter sich – der Sozial-, Kultur- und Sportausschuss (SKS). Geleitet wird das Gremium in der neuen Legislaturperiode von Michael Eck (SPD), der am Dienstagabend in offener Abstimmung alle Stimmen seiner Ausschusskollegen bekam.

Um zu verhindern, dass es künftig Probleme in Krankheitsfällen gibt, wurden gleich zwei Stellvertreter gewählt: Mechthild Ludwig (CDU) und als deren Vertretung Winifred Hörst (FDP). Alle drei Kommunalpolitiker waren schon in der vergangenen Legislaturperiode Mitglied im SKS. Eck ist Nachfolger von Renate Netzer (SPD), die anwesend war und mit Dank der Kollegen für ihr jahrelanges Engagement verabschiedet wurde.
Eröffnet wurde die Sitzung im Rathaus von Stadtverordnetenvorsteher Horst Wondrejz (CDU), der auch die Wahl der Vorsitzenden leitete. Die anschließende Tagesordnung war, schließlich steht man erst am Anfang, nicht allzu üppig. Zunächst ging es um den CO2-Minderungsplan sowie den Energiekostenbericht 2010, mit dem die Verwaltung Energieeinsparungen für städtische Liegenschaften, Beleuchtung und Fuhrpark belegen kann. 2009 konnten Einsparungen im Vergleich zu 2006 in Höhe von 13,14 Prozent verzeichnet werden. Die Ausarbeitung der Verwaltung wurde zustimmend zur Kenntnis genommen; Kritik kam lediglich von Bruno Schwarz (LIZ.Linke), der Vergleichsmöglichkeiten und ein „Ranking“ vermisste, aus dem hervorgeht, welche Gebäude der Stadt am besten zu sanieren wären. Er forderte auch eine regelmäßige Aktualisierung des Berichtes.

Zuständig für Soziales, Kultur, Sport: Aline Zuchowski, Norbert Golzer, Paul Oravecz, Winifred Hörst, Joachim Ballweg,
Michael Eck, Laura Lohölter, Mechthild Ludwig, Christiane Schneider, Christian Vock und Bruno Schwarz (von links)
am Dienstagabend in der konstituierenden Sitzung des Heppenheimer Sozial-, Kultur- und
Sportausschusses im Rathaus. Foto: Lutz Igiel

Wenig Neues gab es zur Halle der Eichendorffschule in Kirschhausen zu berichten. Aussagen der ehrenamtlichen CDU-Stadträtin Barbara Schaab, die als Stellvertreterin des wegen eines parallelen Termins verhinderten Bürgermeisters Gerhard Herbert (SPD) zum Ausschuss gekommen war, sorgten allerdings für Widerspruch. Berichtete sie doch von drei Varianten, die nach wie vor im Magistrat geprüft würden: Ein Hallenbau zusammen mit dem Kreis Bergstraße, der Bau einer städtischen Halle in Kirschhausen ohne den Kreis (der dann lediglich die Schulturnhalle erneuern würde) und den Bau einer großen Mehrzweckhalle auf dem Europaplatz an der Lorscher Straße in Heppenheim. Was am Ende käme, sei noch offen, so Schaab, derzeit warte man auf Nachricht aus der Sportgemeinschaft, die den Platzbedarf für eine Halle in Kirschhausen bei den angeschlossenen Sportvereinen abfrage, aber auf die nötigen Antworten warte.
Eine Stellungnahme, auf die Mechthild Ludwig verärgert reagierte: Sie erinnerte an einen einstimmigen Beschluss des Stadtparlaments vom März, nach dem der Magistrat bis zur SKS-Sitzung vom Dienstag eine Vorlage für ein gemeinsames Stadt/Kreis-Projekt präsentieren sollte. Bis zu diesem Termin sollte die Verwaltung geklärt haben, welche Kosten, auch Folgekosten damit verbunden wären. Ludwig sprach einer „Missachtung“ des Parlaments und fühlte sich „an der Nase herumgeführt“. Ihrer Kritik schlossen sich Norbert Golzer (FWHPINI) und Winifred Hörst an. Christiane Schneider (CDU) nannte es „schwachsinnig“, weiter über eine Halle auf dem Europaplatz nachzudenken, weil diese Halle in Kirschhausen gebraucht werde: „Sollen wir die Kinder dann nach Heppenheim schicken?“

Aus dem Starkenburger Echo vom 19.05.2011